ganzheitliche Korrektur der Körperstatik: Medi-Taping mehr als nur 1 bunter Klebestreifen

die Körperstatik im Gleichgewicht zwischen Ebbe und Flut

Medi-Taping ist weit mehr als das bloße Aufkleben von bunten Klebestreifen. Es ist ein ganzheitliches Konzept, bei dem es im Kern um die gezielte Ausrichtung der Körperstatik geht. Erst wenn die Basis stimmt, kann der Körper langfristig schmerzfrei werden. Doch wie läuft so eine Behandlung konkret ab? Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Schritt 1: Die Überprüfung der Körperstatik

Zuerst legt sich der Patient flach auf den Rücken. Nachdem die Beine locker vom Therapeuten auf der Unterlage abgelegt wurden, zieht er an den Unterschenkeln einen durchgehenden Strich von einer Wade zur anderen. Anschließend setzt sich der Patient in den sogenannten Langsitz auf (mit ausgestreckten Beinen).

Der Therapeut kontrolliert nun, ob der Strich an den Waden in Verbindung geblieben oder optisch in zwei Linien versetzt ist. Zeigt sich ein Versatz, liegt die Ursache in einer Beinlängendifferenz. Diese wird meist durch einen Beckenschiefstand infolge muskulärer Verspannungen im Iliosakralgelenk (ISG) ausgelöst.

Schritt 2: Die Schmerzpunkt-Behandlung (Davos-Technik)

Der Patient legt sich wieder auf den Rücken. Nun widmet sich der Therapeut der Muskulatur im Halswirbel- und Schulterbereich. Hier kommt die sogenannte Davos-Technik (Davos = Da wo es wehtut) zum Einsatz:

  • Der Therapeut tastet die Muskeln nach Schmerzpunkten (Triggerpunkten) ab.
  • Signalisiert der Patient einen Schmerzpunkt, bleibt der Therapeut mit sanftem, konstantem Druck darauf.
  • Sobald der Schmerz unter den Fingern nachlässt, wird der Druck schrittweise erhöht, bis der Punkt komplett aufgelöst und für den Patienten nicht mehr zu identifizieren ist.

Dieser Vorgang dauert in der Regel maximal zwei Minuten pro Punkt. Danach ist der Nacken- und Schulterbereich größtenteils von seinen tiefen Verspannungen befreit und die Körperstatik in Balance.

Schritt 3: Die visuelle Nachkontrolle & Narbenentstörung

Zum Test setzt sich der Patient erneut in den Langsitz auf, und die Wadenstriche werden kontrolliert. In den allermeisten Fällen haben sie sich durch die Entspannung der Hals-Nacken-Reflexe bereits wieder zu einer Linie ausgeglichen.

Sollte das noch nicht der Fall sein, legt sich der Patient wieder hin. Der Therapeut kontrolliert nun die Muskulatur rechts und links der Wirbelsäule. Auf den Bereich der Wirbelsäule, der jetzt noch eine erhöhte Spannung zeigt, wird ein entspannendes schwarzes Tape geklebt. Danach folgt die erneute Kontrolle im Langsitz.

Sollte der Strich zwischen den Waden weiterhin versetzt sein, kann es am Narbengewebe der Haut liegen. Dieses wird ebenfalls durch das Aufkleben von bestimmten Tapes „entstört“. Eine weitere Kontrolle im Langsitz dürfte den Strich zwischen den Waden nun spätestens ausgeglichen haben.

Schritt 4: Das gezielte Medi-Taping & die Farbwahl

Sind die Schmerzpunkte zwar gelöst, aber in den Muskelgruppen treten bei Bewegung noch Restschmerzen auf, werden die betroffenen Muskelgruppen gezielt getapt. Das bedeutet: Die Tapes werden unter Vordehnung der Muskulatur meist ohne Zug aufgebracht und ausgestrichen. Durch die wärmenden Ausstreichungen wird der hautfreundliche Kleber aktiv und entfaltet seine volle Haftung. Mitentscheidend ist hierbei auch die energetische Farbwahl, zum Beispiel:

  • Blaue und schwarze Tapes: Ziehen Energie ab. Sie werden vor allem bei akuten Schmerzverläufen und Schwellungen eingesetzt, um das Gewebe zu beruhigen.
  • Rote Tapes: Führen Energie zu. Sie eignen sich ideal für chronische Schmerzverläufe, um schwaches Gewebe zu aktivieren. Hinweis: Rote Tapes wirken sehr intensiv und können bei empfindlichen Menschen schneller zu Hautreizungen führen. Sollte dies passieren, kann das Tape ganz einfach abgelöst und durch eine neutralere Farbe ersetzt werden.

Es wird so lange getapt, bis der Schmerz vollständig verschwunden ist und der Patient schmerzfrei nach Hause gehen kann.

Schritt 5: Rhythmokinetische Übungen für zu Hause

Damit die Körperstatik auch im Alltag ausgeglichen bleibt, erlernt der Patient spezielle motorische Übungen. Das Besondere daran: Sie kombinieren eine ganz bestimmte Atemtechnik mit sanften Bewegungen.

Die goldene Regel: Die Bewegungen werden immer nur zur schmerzfreien Seite hin ausgeführt. So lernt das Nervensystem, die Statik eigenständig und ohne Stress wieder einzurichten.

Schritt 6: Der Weg zu innerer Ruhe und Gelassenheit

Da viele muskuläre Überlastungen auf Stress zurückzuführen sind, gibt es eine zusätzliche Anleitung zur Stressreduktion im Alltag. Die Patienten lernen durch gezielte Körperwahrnehmung, ihre belastenden Stressfaktoren zu erkennen, einzuschätzen und selbstständig zu regulieren. Das Ziel ist über eine ausgeglichene Körperstatik langfristige Schmerzfreiheit und somit ein Leben mit innerer Ruhe und Gelassenheit.

Wenn Du noch weiterführende Fragen hast, melde Dich gerne zu einem kostenfreien Kennenlerntermin an.

Liebe Grüße

Dein Jürgen H. Weiß

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